Marktbericht I 2022: Markt bleibt auf hohem Niveau stabil – wie lange noch?

Die Daten des aktuell erstellten OTTO STÖBEN-Marktberichtes bestätigen das weiterhin knappe Angebot auf dem angespannten Wohnungsmarkt.  

LandschaftBildquelle: pixabay

Die Verkaufszahlen zeigen in den verschiedenen Kategorien (Einfamilienhäuser, Eigentumswohnung und Kapitalanlagen) nach wie vor auf hohem Niveau stabile bis steigende Werte. Steigerungen gibt es vor allem bei den Einfamilienhäusern (Kategorien gut, mittel, einfach) in den Städten Hamburg, Lübeck Itzehoe, Husum und deren direktem Umland sowie in den Regionen Nordfriesland und Dithmarschen.

Die entscheidende Frage ist, ob das Preisplateau bald erreicht sein wird? Die allgemeine Inflation und drastisch gestiegene Handwerkerpreise wirken auf den Immobilienmarkt weiter ein. Es steht zu befürchten, dass dieses zu Investitionsstaus bei Kapitalanlagen führen könnte. Der Wunsch der sozialen Politik, "Wohnraum bezahlbar zu halten", kann die Schere zwischen Mietniveau und Baukosten weiter öffnen. Auch Käufer von Bestandsimmobilien, die energetische Modernisierungen vornehmen müssen, werden in ihrem Budget begrenzt und durch vielfältige gesetzliche Vorgaben zusätzlich belastet. Hier sind dann die Änderungen einer Bestandsimmobilie bezüglich individueller Wohnbedürfnisse noch nicht einmal berücksichtigt.

Im Bereich der Wohnimmobilien bleiben die Mieten größtenteils stabil, Steigerungen von 5 – 7 % kann die OTTO STÖBEN GmbH in den Segmenten einfach, mittel und gut in den Städten Flensburg, Husum und Lübeck verzeichnen. Bei der Miete für Büroflächen zeigt sich in einigen Bereichen und Städten eine fallende Tendenz, die vor allem die City 1a-Lage betrifft (siehe Norderstedt, Flensburg, Kiel, Lübeck und Husum.

Wobei Büroflächen immer noch gebraucht werden. Auch wenn die Tendenz zu "Homeoffice" solche Flächen überflüssig erscheinen lässt, lassen sich nicht alle Branchen so dezentral betreiben. Abstandsgebote haben zudem dicht gedrängte Großraumbüros in Frage gestellt. Das kann in einigen Bereichen sogar auch zukünftig den Flächenbedarf noch steigen lassen. Die bestehend gute, allgemeine Wirtschaftslage sorgt somit für kein Nachfragedefizit. Auch die allgemeine Logistik und Produktion hat nicht abgenommen, so dass diese Mietflächen zudem im Wert stabil geblieben sind. Etwaige Mietsteigerungen könnten sich jedoch durch eine weitergehende Inflation ergeben.

 

 

MarktberichtHier der aktuelle Marktbericht I/2022 im Detail

Zweimal im Jahr erstellt die OTTO STÖBEN GmbH ihren Marktbericht, in den die Immobilien- und Vermietungspreise der einzelnen regionalen Bereiche Schleswig-Holsteins und des Hamburger Randgebietes einfließen. Tabellarisch gelistet werden die Werte für Einfamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Kapitalanlagen, aufgeführt in den Kategorien „gut“, „mittel“ und „einfach“. Das Diagramm des Immobilienpreis—Index ermöglicht einen Überblick über die Entwicklung der Immobilienpreise der letzten Jahre in Schleswig-Holstein.

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Ralf Colditz


Weitere Auskünfte:
Dipl. Kfm. Ralf Colditz,
ö. b. u. v. Sachv. für Immobilienbewertung der IHK zu Kiel
und Leiter der Gutachten-Abteilung
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