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Autofreie Innenstädte sind passé - ein Trend zeichnet sich ab

 

Die OTTO STÖBEN Gewerbeabteilung begrüßt die Öffnung der Innenstädte in Itzehoe und Neumünster für den PKW-Verkehr.

Am 25. Mai haben sich 56,6 % der Neumünsteraner Bürger gegen die Sperrung des Großflecken für den Durchgangsverkehr ausgesprochen – eine Entscheidung für den Handel in der Innenstadt.

In Itzehoe wird die Breite Straße wieder für den Autoverkehr geöffnet, zunächst für eine einjährige Testphase. Hierdurch erhofft man sich eine Belebung der Innenstadt und trifft auf große Zustimmung der ansässigen Gewerbetreibenden.

Die autofreien Innenstädte haben ihren Ursprung in der Einrichtung der Fußgängerzonen. Die zunehmende Motorisierung in den 60er und 70er Jahren und die damit verbundene Erhöhung des Verkehrs in den Innenstädten ließen bei den Städtebauern die Idee der Einrichtung von Fußgängerzonen und verkehrsberuhigten Zonen entstehen. Sie wollten durch die Errichtung von sogenannten Flaniermeilen und Einkaufsplätzen eine für den Kunden angenehme, abgas- und lärmreduzierte Einkaufsatmosphäre schaffen. In vielen Städten blieb es nicht bei einer Fußgängerzone, die verkehrsberuhigten Bereiche wurden oftmals auf die komplette Innenstadt ausgeweitet.

Der Nutzen dieser städtebaulichen Maßnahmen wird heute in vielen Städten sehr kontrovers diskutiert. Fußgängerzonen und autofreie Innenstädte wurden häufig gegen den Willen des Einzelhandels durchgesetzt, der in der Folgezeit dann entweder in die Randgebiete abwanderte oder die hohen Mieten wegen sinkender Kundenzahlen nicht mehr aufbringen konnte. Zudem erwies sich die Annahme, dass die Kunden vermehrt auf die öffentlichen Verkehrsmittel zugreifen würden, als Trugschluss. Selbst eine Kiste Mineralwasser möchte keiner mit dem Bus nach Hause transportieren.

Viele Innenstädte verloren im Laufe der Zeit durch die schlechte Erreichbarkeit gerade die kleinen Fachgeschäfte. Die darauf einsetzende Filialisierung sowie die entstehende Monostruktur ohne Leben nach den Öffnungszeiten verringerten die Attraktivität der Innenstadtbereiche für die Kunden. Es setzte eine schleichende Verödung der Innenstädte ein.

Mit der Öffnung der Innenstädte für den Autoverkehr und Schaffung von Parkraum in etlichen Städten zeichnet sich inzwischen wieder ein Trend ab, der die Innenstädte mit neuem Leben füllt. Die Gewerbetreibenden begrüßen eine bessere Erreichbarkeit ihrer Geschäfte, was auch aufgrund des demographischen Wandels Vorteile für den stetig wachsenden älteren Teil der Bevölkerung schafft.

Die OTTO STÖBEN Gewerbeabteilung bewertet diesen Trend sehr positiv, da in der geschäftlichen Praxis viele Anfragen von Gewerbetreibenden bezüglich passender Objekte vorliegen, deren Vermittlung oft an der schlechten Erreichbarkeit der Lokalität in den autofreien Innenstädten scheiterte.

 

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